BWA II – Wacker Mecklenbeck 1:2 (1:1)

 Dienstag, 23. Oktober 2018

Ausgelutschter als alte Chupa-Chups

Der Respekt im Vorfeld war groß: Mit Wacker Mecklenbeck reiste am vergangenen Sonntag der bis dato ungeschlagene Tabellendritte an die Bonhoefferstraße. David-gegen-Goliath-Vergleiche sind aber ausgelutschter als alte Chupa-Chups. Punkte sollten her, egal wer da ankam.

Die reichlich dünn besetzten Amateure versammelten sich bei bestem Fußball-Wetter am Platz. Die Ausfälle durch Krankheiten und Verletzungen sollten der Leistung am Ende aber keinen Abbruch tun.

Diese Elf sollte dick auftragen: Eike, JoBie, Olaf, Pütz, Juli Greiwe – Niklas, Michi Runge, Gökhi, Bexi, Lars – Mattes.

Christian stellte das Team kompakt mit einem Fünfer-Mittelfeld auf. Defensive Sicherheit sollte her. Vorne wollte die Mannschaft schnellere Nadelstiche setzen als eine H&M-Näherin in Bangladesch.

Der Plan ging auf: Favorit Wacker begann wenig kreativ und hatte Schwierigkeiten, vor das Tor der Amateure zu kommen. Einzige Idee der Lilanen blieb langes Hafer auf den linken Flügel. Der Wacker-Innenverteidiger schlug die Bälle aber meist lieber ins Seitenaus als zu seinem Mitspieler.

Aasees schnelle Konter

Aasee schöpfte Mut aus der Stabilität und setzte selbst zu gefährlichen Angriffen an. Die schnellen Konter liefen häufig über den rechten Flügel. In der Folge kam Niklas zweimal zu gefährlichen Chancen. Ein Schuss und ein Kopfball des Athletik-Wunders fanden aber leider nicht den Weg ins Tor.

In der 20. Minute lief’s dann besser: Niklas bediente Mattes links im Strafraum und der Stürmer versenkte zum absolut verdienten 1:0 für BWA. Mattjes, yes, yes, yes!

Aasee blieb das bessere Team, kombinierte zeitweise besser als Sherlock Holmes, belohnte sich aber nicht mit einem möglichen 2:0. Wie es so häufig ist im Fußball, nutzte der Gegner das aus.

Nach einem Aasee-Abstoß sicherte sich die Viola den Ball und profitierte von einem Stellungsfehler in der Defensive. 1:1. Der Ausgleich (34.) war zu diesem Zeitpunkt mehr als schmeichelhaft, hatten die Gäste bis dato doch praktisch keine Torchance gehabt. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause, trotz des Ausgleichs hob der Zwischenstand aber das Selbstvertrauen.

Wackers Effektivität

Doch in der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt: Wacker drückte nach Wiederanpfiff wie eine Frau in den Wehen. Aasee brauchte seine Zeit, um sich aus der Umklammerung zu lösen. Dann waren die Blau-Weißen aber wieder im Spiel.

Trotzdem kam Wacker wieder gefährlich vor das Tor von BWA und erzielte den 2:1-Führungstreffer (64.). Zweite Großchance, zweites Tor. Diese Effektivität muss Aasee noch lernen.

BWA ließ trotz des Rückstands nicht die Köpfe hängen und suchte weiter seine Chancen. Juli und Mattes tauchten noch zweimal gefährlich im Strafraum der Gäste auf, konnten ihre Chancen aber leider nicht nutzen. Julis zweites Tor in dieser Saison wäre vielleicht einfach zu viel des Guten gewesen.

So blieb es bei der 1:2-Niederlage, bei der Aasee eigentlich mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Am nächsten Sonntag hat BWA in Hohenholte wieder die Chance, den Relegationsplatz zu verlassen.

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