Davaria Davensberg – BWA II 0:2 (0:2)

 Mittwoch, 27. März 2019

Coach Gökhi beweist ein goldenes Händchen

Am 22. Spieltag hatte Amas-Coach Gökhan gegen den Tabellendritten aus Davensberg die Qual der Wahl: Aus einem mit 11 Mann prall gefüllten Kader musste er sich für 11 Spieler in der Startelf entscheiden. Es wird sicher einiges an Tüftelei dahintergesteckt haben, letzten Endes lief folgendes Team auf, um sich für das 1:8 des Hinspiels zu revanchieren:

Ole – Basti, Juli, Max, Nick – Göki, Röcki – PhiBie, JG17, Lars – Mattes.

Die Stimmung vor dem Spiel war gelöst, alle Anwesenden waren hochmotiviert, sich die Lunge aus dem Hals zu rennen – besonders der stets geistesgegenwärtige Lars Müller.

Das Spiel begann, wie es zu erwarten war: Davaria hatte viel Ballbesitz und drückte BWA tief in die eigene Hälfte – fand dort aber die Lücke nicht. Die chronische Unlust der Davensberger, auch nur irgendwas für die Defensive zu tun ließ den Amas dann nach Ballgewinn überraschend viele Räume – und die wurden einfach direkt mal genutzt.

Die 2:0-Starter vom Aasee

Einen langen Traumpass von Jonas Gerber veredelte der Davensberger Acker so, dass Lars plötzlich allein aufs Tor zulief. In aller Seelenruhe guckte er den Torwart aus, sah, dass der lieber den eigenen Pfosten als das Tor deckte – und ließ sich diese Chance nicht entgehen. 1:0 nach neun Minuten, Traumstart für BWA.

Wer jetzt eine wütende Gegenoffensive von Davensberg erwartete, wurde enttäuscht. Die Heimmannschaft hatte zwar weiterhin häufig den Ball, gallige Amateure machten ihnen das Leben jedoch sehr schwer. Heraus kam eine höchst disziplinierte, kämpferische Leistung in weiß-blau – und uninspiriertes Ballgeschiebe der Davaren.

Im Prinzip setzte sich das Spiel der ersten zehn Minuten fort. Wie passend, dass BWA nach weiteren neun Minuten das zweite Tor nachlegte: Eine Ecke von Jonas Gerber fand den Kopf von Juli, der ins lange Eck einnickte – Saisontor Nummer zwei für den Dauerläufer (18.)!

90 Minuten, ein Bild

Auch in der Folge – und eigentlich bis zum Spielende – änderte sich wenig: Davensberg am Ball, Aasee mit defensiver Disziplin und einigen Nadelstichen nach vorn, meist über die schnellen Außen Lars und PhiBie.

Die erste große Chance für Davensberg gab es erst in der 36. Minute – Basti war der Ball im Strafraum an die Hand geflogen, Elfmeter. Nach langem Streit der Stürmer, wer denn nun schießen dürfe, trat ein Davensberger an – und fand in Ole seinen Meister. Der Goalie hielt nicht nur den Strafstoß, sondern auch noch den anschließenden unhaltbaren Nachschuss aus wenigen Metern. YES!

Sicherlich ein Knackpunkt im Spiel – ohne Gegentor blieb der Kampfgeist der Amateure intakt, und bis zum Ende gab es nicht allzu viele Großchancen für den Gegner. Bei zwei Chancen half das Aluminium, ansonsten war bei Ole oder in der starken Viererkette Endstation für jeden Angriff.

Mit etwas größerer Präzision hätte der ein oder andere Konter den Amas sogar noch das 3:0 bringen können – nach 90 Minuten Kampf war das aber egal. Ein Sieg, der besonders gut schmeckte – nach Hinspielklatsche und mit gebeuteltem Kater kam zu aller Disziplin heute auch mal das nötige Quäntchen Glück dazu. Ab jetzt einfach immer schnell mit 2:0 in Führung gehen, dann sollte das mit dem Klassenerhalt auch klappen.

Leider haben an diesem Spieltag sämtliche Konkurrenten ebenso drei Punkte geholt – umso wichtiger war der Sieg, um nicht den Anschluss zu verlieren – gut, dass der Coach bei der Wahl der Aufstellung wohl offensichtlich ein goldenes Händchen hatte…

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