SC Gremmendorf – BWA II 1:3 (1:0)

 Montag, 30. April 2018

Alterrrr, macht das Spaß heute früh auf die Tabelle zu schauen und den Abstand auf die Verfolger zu sehen. Mit 61 Punkten stehen wir erhaben dort oben. Gremmendorf (Platz 2) kann derweil in seinen 4 verbleibenden Spielen noch 12 Punkte holen, wäre dann bei insgesamt 63. Die ganz Ausgefuchsten unter euch haben es also schon ausgerechnet: bei einem Sieg am Sonntag zuhause gegen Herbern sind wir durch. Meister. Aufsteiger. Und das schönste Team sowieso. Diese nun mehr als komfortable Situation ergibt sich auch durch das Spitzenspiel am gestrigen Sonntag, das seinen Namen aber mal sowas von verdient hatte und das viele als Belohnungsspiel für eine Saison voller harter Arbeit sahen. Platz 1 gegen Platz 2. Wir gegen Gremmendorf. Bei einem Sieg sind wir so gut wie durch. Bei einer Niederlage kann unser Verfolger (mit seinem Nachholspiel) bis auf einen Punkt rankommen.

Man traf sich bereits um 14:15 Uhr bei Schrunz zur beinahe schon traditionellen Teambuildingmaßnahme vor wichtigen Spielen. Gestärkt von Schnitzelbrötchen und Eiskaffee fuhr die Kolonne um kurz nach 15 Uhr los gen Auswärtsspiel. Coach Gruber schickte die folgenden 11 Männer in’s Rennen: Kalle – Basti, Freddy, Walle, Juli – Gökhi, Marius, Hans, Daniel, Phibie – Jonas Gerber. Obwohl niemandem die Brisanz erklärt werden musste, machten Walle und Christian alle nochmal heiß.

Angepfiffen wurde dann pünktlich um 17 Uhr. Der Rasen war wie erwartet beschissen und es brauchte ein paar Minuten und Fehlpässe, bis man sich so langsam daran gewöhnt hatte. Gremmendorf zeigte in den ersten Minuten, wieso sie verdient dort oben stehen: sie gingen aggressiv in die Zweikämpfe und hatten bereits nach wenigen Minuten einige Warnschüsse abgegeben. In Minute 21 herrschten dann Abstimmungsprobleme in der blau-weißen Hintermannschaft, sodass der Ball auf einmal über die Köpfe aller Aaseespieler hinwegflog und bei Routinier Mike van der Haar landete, der den herausgeeilten Kalle mit einem gefühlvollen Heber überspielte und zum 1:0 für die Hausherren einnetzte. Man schüttelte sich kurz und begann dann das Spiel so langsam unter Kontrolle zu kriegen und an sich zu binden. Daniel und Basti spielten sich schön über die linke Seite durch und legten flach in die Mitte auf JG17, der aber nicht genug Schmackes hinter die Kugel bekam und knapp verfehlte. Ein paar Minuten später ging es wieder über links. Dieses Mal bekam Phibie den Ball in der Mitte, der noch einen schnellen Haken schlug und mit Vollspann abschloss, doch auch dieses Mal wurde das Ziel knapp verfehlt. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte dann Hans, der von links nach innen zog und abzog, aber nur den Innenpfosten traf. Den Abpraller konnte Marius nur noch im Fallen nehmen und setzte den Ball knapp links neben das Tor. Kurz darauf war Halbzeit. Man atmete tief durch und konzentrierte sich auf die letzten Minuten der ersten Hälfte, in der man absolute Kontrolle hatte. Hier war noch absolut nichts verloren, aber auch jedem war klar, dass es jetzt zählte.

Angespornt von der unfassbar motivierenden Bank legte jeder nun jeder nochmal ein paar Prozent drauf. 10 Minuten nach Wiederanpfiff bekam Marius den Ball im Mittelfeld, trieb ihn ein paar Meter nach vorne und schickte Hans auf dem linken Flügel, der sich ein Laufduell mit Keeper Vannahme lieferte. Irgendwie kamen beide gleichzeitig an den Ball und irgendwie hatte Hans mehr Glück, denn nach einem Pressschlag rollte die Pille in Richtung Tor und überquerte die Linie. 1:1. Spätestens jetzt war jedem klar, dass hier absolut alles drin war. 8 Minuten später, ähnliche Szene: Marius nahm sich knapp hinter der Mittellinie den Ball und trieb ihn in Richtung Gremmendorfer Tor. Dieses Mal sah er den mitgelaufenen Jonas Gerber, den er freispielte. JG17 überlegte kurz, nahm sich Zeit für den Abschluss und legte ihn sicher an Vannahme vorbei ins rechte Eck. 2:1! JAAAAA. Nun begann eine halbe Stunde, in der sicherlich einige Nervosität in den Füßen des ein oder anderen Spielers steckte. Bedingt durch in dieser Situation viele Freistöße aus dem Halbfeld schwamm BWA in dieser Phase teilweise gewaltig. In Minute 75 fischte Phibie einen Ball in letzter Minute von der Linie. Ich weiß bis jetzt nicht so richtig, wie das passiert ist. Durch gelegentliche Vorstöße holte man sich Entlastung, doch in der Schlussphase war es ein absolutes Kampfspiel. In Minute 92 schickte dann Phibie Hans über die rechte Seite, der die Ruhe behielt, noch einen Haken schlug und mit links abschloss. Was danach los war, lässt sich nicht in Worten beschreiben. Guckt euch einfach das Video an. Der Gremmendorfer Wille war somit gebrochen und die letzten 2 Minuten wurden professionell runtergespielt. Um 18:49 Uhr war dann Schluss und der so wichtige Sieg in Stein gemeißelt. SPITZENREITER HEY HEY.

Jetzt sind wir wirklich so nah dran an dem Ziel, das vor der Saison niemand für möglich gehalten hätte. Was da gestern in Gremmendorf auf blau-weißer Seite los war, war unglaublich. Und das betrifft alle 11 Mann auf dem Platz, die Auswechselspieler, den kompletten mitgereisten Kader, den Coach, und auch die Spieler der Damen- und dritten Mannschaft, die tatkräftig am Seitenrand Forza BWA schrien. Auch wenn sowas in solchen Momenten immer ein wenig abgedroschen klingt, aber ohne den Seitenrand wäre auf dem Platz heute gar nichts gegangen. Da wurde absolut uneigennützig und zu jeder Sekunde angefeuert, ganz egal, ob man gespielt hat oder nicht. Wie nice ist das bitte? Und jetzt hat man 3 Matchbälle, von denen einer verwandelt werden muss. Dann ist man Meister. Wir werden aber mal sowas von alles dafür tun, dass das direkt am Sonntag beim Heimspiel gegen Herbern geschieht und wir auf eigenem Platz Meisterschaft und Aufstieg feiern können. Seid alle dabei, wird krass. BWA-Bussi und CU on Sunday. Eure Amas.

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