SV Drensteinfurt II – SV Blau Weiß Aasee II 0:0

 Sonntag, 4. März 2018

Die Amateure von Blau Weiß Aasee haben am Sonntag ein James-Bond-Ergebnis eingefahren. Die Doppel-Null stand am Ende als Resultat gegen Drensteinfurt – dabei hätte BWA durchaus die Lizenz zum Siegen gehabt.

Schon am vergangenen Donnerstag deutete sich bei eisigen Temperaturen an, dass die Amateure aufgrund von Krankheitstsunamis ersatzgeschwächt in die Partie des 19. Spieltags starten würden. Das tat dem Anspruch der Jungs von der Bonhoefferstraße aber keinen Abbruch: Nach der 3:4-Pleite gegen Nordkirchen zum Rückrundenstart und der 1:2-Hinspielniederlage sollte Wiedergutmachung her.

Diese schlagkräftige Startelf sollte es richten – wie Thomas Fischer: Ole – Nick, Pütz, Julius, Basti – Robin, Göki – PhiBie, Daniel – Michi Runge, Jonas Gerber.

Beide Mannschaften tasteten sich in den ersten Minuten gegenseitig ab, wie zwei verknallte Teenager auf der Rückbank eines gebrauchten Opel Corsa. Wirklich heiß wurde es aber nicht. Aasee spielte zunächst abwartend und ließ Drensteinfurt sich den Ball in der eigenen Hälfte zuschieben. Vereinzelt kamen die Jungs von der Pferderennbahn mit billardeskem Langholz nach vorne, eine dicke Möglichkeit ergab sich daraus aber nicht.

Das Spiel stank zum Himmel! Während Bauer Günter nebenan fröhlich-fleißig die Gülle über sein Feld spritzte, hatte Aasee genug vom Zuschauen. Das runde Leder wurde im Mittelfeld erkämpft, durch die eigenen Reihen gereicht und kontrolliert in die Spitze kombiniert. Ein paar Abschlüsse sprangen dabei heraus, die größte Möglichkeit hatte Jonas Gerber. Nach knapp 25 Minuten setzte der Kapitän einen Schuss aus kurzer Distanz aber am Tor vorbei.

Egal, Aasee machte weiter, sicherte sich im Mittelfeld dank Gökhi und Robin auf der Zentrale die Spielkontrolle und ging mit großem Selbstbewusstsein in die Pause. Die Chancen waren da, jetzt mussten sie nur noch genutzt werden. Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht.

BWA bleib die Domina des Spiels und peitschte einen Angriff nach dem anderen nach vorne. Tore? Fehlanzeige. Hohe Bälle, scharfe Hereingaben und Kurzpassspiel über die Offensivkräfte PhiBie, Debütant Daniel sowie Michi Runge und Jonas Gerber führten einfach nicht zum Erfolg.

Auf der anderen Seite erinnerte sich der Keeper der Gastgeber an das alte Credo “hoch und weit bringt Sicherheit” und schlug nahezu jeden Abstoß in die Hälfte der Münsteraner. Nicht die schlechteste Taktik, glotzte die blau-weiße Defensive doch in die gleißende Sonne. Die hohen Bälle konnten von der aufmerksamen Viererkette um Juli, Pütz, Basti und Nick jedoch ein ums andere Mal abgewehrt werden. Ole war jederzeit reaktionsschnell auf seinem Posten, um gefährliche Bälle in die Spitze abzufangen.

Bis zum Schluss warf Aasee alles nach vorne wie ein Baseballspieler, aber es sollte einfach nicht sein. Mit 0:0 trennten sich BWA und Drensteinfurt. Das Spiel der Amateure rang aber selbst einem Drensteinfurter Urgestein ein Lob ab. “Starke Mannschaft haben Sie da, Trainer”, sagte der Rentner zu Christian. Wo er Recht hat…

Leider verpassten die Jungs von der Bonhoefferstraße die Revanche gegen Drensteinfurt. Aber sie werden auch alles dafür tun, in der nächsten Saison nicht noch einmal die Möglichkeit zur Wiedergutmachung zu haben. Die Kröte müssen die Amateure wohl schlucken – dürfte aber zu verkraften sein.

Schon am kommenden Donnerstag wartet das nächste Spiel auf BWA. Dann wollen die Jungs vom See ab 19:30 Uhr die ersten drei Punkte des neuen Jahres in Südkirchen einfahren.

Zurück