Warendorfer SU II – BWA II 2:2 (1:1)

 Mittwoch, 5. September 2018

Am Sonntag starteten die Aasee Amateure mit dem Spiel gegen die Warendorfer SU II verspätet in die Saison. Wir hoffen das Albachtener Schützenfest hat sich gelohnt.

Das Spiel hatte alles, was es für einen guten Saisonstart braucht: Motivierte Neuzugänge, Taktik, Spannung, Emotionen, Chancen, Tore und aufgewühlte Zuschauer.

Trotz des A-Liga Debüts war bei den Jungs von der Bonhoefferstraße von Beginn von Nervosität keine Spur. Vielmehr besann man sich auf die eigenen Stärken und suchte zunächst einen kämpferischen Einstieg ins Spiel. Captain Gökhan, Robin und Neuerwerbung Bexi beherrschten das Mittelfeld und ließen dem Gegner kaum Raum im Zentrum. Und Stoiker Juli Greiwe machte als RV das, was er stets tut: Dem vermeintlich stärksten Spieler des Gegners völlig emotionslos komplett die Lust am Spiel nehmen. Bereits nach wenigen Minuten konnten Unmutsäußerungen des gegnerischen Flügelstürmers vernommen werden.

In der ersten halbe Stunde neutralisierten sich die kontrahierenden Teams weitestgehend; Aasee machte das Spiel und Warendorf lauerte mit langen Diagonalbällen auf Konter und spektulierte auf Standards. Klare Torchancen è Mangelware. Dann legte Aasee jedoch die letzte Scheu vor der höheren Liga ab und kombinierte sich frech durch die Reihen des Gegners. Nach einer herrlichen Mittelfeldkombination legte unser neuer flinker Rechtsaußen Lars zurück auf Julez, der beim Torschuss jedoch nicht mehr genug Druck hinter den Ball bringen konnte. Aasee schien danach noch mit dem Kopf bei der vergebenen Chance und ließ einen Warendorfer frei auf Ole zulaufen. Der Schnapper zeigte im jedoch, was in der Kreisliga B noch jeder weiß: Dreh lieber um, wenn du alleine vor ihm stehst, das wird nichts!

Direkt im Anschluss stürmten die Amateure wieder in den Strafraum der zunehmend überforderten Warendorfer. Julez schaffte es den Schnapper zu umkurven, doch leider wurde der Winkel zu spitz. Jeder in Warendorf konnte merken: Aasee kann Kreisliga A! Wodurch man sich das Kompliment der gegnerischen Fans als „Penner“ erarbeitete.

Wie es im Fußball so ist, rächten sich die liegengelassenen Chancen und Warendorf erzielte aus dem Nichts das 1:0. Flanke, Kopfball, Tor…Fußball kann so einfach sein (38.).

Doch der Rückstand beim Kreisliga A erprobten Gegner hinterließ keinen Eindruck bei den Jungs von Münsters fischlosem See: Kurz vor der Pause schloss Julez eine Traumkombination ab. Freddy kurbelte das Spiel aus der Innenverteidigung an, legt links raus auf Niklas, der flach auf Robin am 16er. Robin erinnerte sich spontan an Ballacks Chip 2006 gegen Ecuador (falls Robin damals schon Fernsehen gucken durfte) und steckte traumhaft auf Julez durch, der eiskalt blieb (44.). Zur Halbzeit also 1:1.

Die 2. Halbzeit startete mit einer Großchance der Heimmannschaft, doch das leere Tor ist manchmal schwerer zu treffen als man denkt. In der Folge dominierte Aasee den Gegner vor allem im Mittelfeld, doch beide Seiten kamen noch zu guten Chancen. Es bedurfte des Riechkolbens von Coach Gruber, um der Partie eine neue Wendung zu geben. Der kurz zuvor eingewechselte Felix erwies sich als Schatz und zirkelte den Ball traumhaft sicher von rechts außen mit dem eigentlich schwächeren Linken in den Winkel (80.). Traumtor! Die Führung für Aasee!

In der Folge versuchte Warendorf, nach vorne gepeitscht von einem Robert-Geiss-look-alike-Edelfan mit Tourette, alles, um den schmeichelhaften Ausgleich zu erzielen, doch Aasee ließ nicht viel zu. In der allerletzten Minute ergab sich ein Freistoß für Warendorf. Dieser landete zwar in der Mauer, flog jedoch als Bogenlampe in den 16er. Im Gewusel kam der Ball Richtung Tor und Unglücksrabe Robin berührte das runde Kunstleder so, dass selbst Ole dem kullernden Ball nur noch hinterher schauen konnte (93.). Ein Tor wie ein Schlag in die Magengrube. Kurz danach der Abpfiff. 2:2 – Ende.

Viel bitterer hätte das erste Spiel in der neuen Liga für die Aasee Amateure nicht enden können. Doch schnell wich die herbe Enttäuschung dem Stolz über ein herausragendes Spiel, in dem jeder für jeden kämpfte und auch die spielerische Komponente nicht zu kurz kam.

Die Gewissheit ist da: Wir „Fischköppe“ vom Aasee haben das Potential für diese Liga und brauchen keinen Gegner fürchten.

Bereits am kommenden Donnerstagabend tritt man zum Nachholspiel bei Liga-Schwergewicht Albachten an – Die nächste große Herausforderung aber wir freuen uns drauf!

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